Der aus einer Traberdynastie stammende Peter war nicht nur als Fahrer und Trainer eine Klasse für sich, sondern betätigte sich auch überaus erfolgreich als Züchter und ließ sich als Funktionär in schweren Zeiten in die Verantwortung nehmen. Am 2. April 1967 fuhr er in Hamburg-Farmsen mit Jasmine seine erste Siegerin. 4.239 Siege sollten folgen, der letzte in Bahrenfeld am 20. Mai dieses Jahres mit Longhire. 1967 war er erstmals Deutscher Lehrlingschampion geworden, 1970 dann zum ersten von vier Malen Norddeutscher Champion der Berufsfahrer.

Die Krönung einer erfolgreichen Laufbahn fiel fraglos in das Jahr 1978. Mit dem Familienpferd Ada gewann Peter Heitmann die dreifache Krone. 1986 übernahm er den Buchenhof bei Delingsdorf nordöstlich von Hamburg von seinem Vater Walter. Dieser hatte mit seinem Prix d‘Amerique-Sieger Permit ein Zuchtjuwel zur Hand, welches auch Lord Pit brachte. Mit dessen Sohn Grimaldi gewann Peter Heitmann 1989 für das Gestüt Lasbek ein zweites Mal das Blaue Band.

Ehefrau Sabine und Peter wurden stolze Eltern von Christine und Max. Neben dem Zucht- und Rennstall Buchenhof galt das Augenmerk zunehmend auch Tätigkeiten im Funktionärsbereich. Nach dem langjährigen Vorsitz beim Norddeutschen Trainervereins übernahm Peter 2009 kein leichtes Amt und ließ sich zum HTZ-Präsidenten wählen. Auch aufgrund einer schweren Erkrankung trat er 2015 zurück, nicht ohne zuvor die Weichen für einen reibungslosen Übergang gestellt zu haben.

Der Trabrennsport ließ ihn nie los, denn auch im gerade begonnenen „Ruhestand“ half er gern morgens auf dem Gestüt Neritz bei Marion Jauß aus oder stieg „aus Spaß“ auch am Renntag noch in den Sulky. Ein Leben für und mit dem Trabrennsport ist nun – viel zu früh - zu Ende gegangen.