Nicht weniger als elf Prüfungen finden ab 18.30 Uhr statt, allesamt überdurchschnittlich hoch dotiert und mit 98 Startern außergewöhnlich stark besetzt. Mehr als 35.000 Euro an Rennpreisen stehen zur Verfügung. 8.000 Euro davon im Hauptrennen „Preis der Papier-Union“, das sich auf der Sprintstrecke an dreijährige Pferde wendet. Gegen 23.00 Uhr wird der letzte Start erfolgen, kurz zuvor gibt sich noch Deutschlands Sattelstar Zauni die Ehre und wird dafür sorgen, dass niemand vorzeitig nach Hause geht. Die V6-Wette (4.-9. Rennen) ist mit einer Garantieauszahlung von 5.000 Euro ausgestattet, im 8. Rennen kann in einem Elferfeld die Viererwette gespielt werden.

Lukrativer Dreijährigen-Sprint

Sechs Dreijährige mit einer Gewinnsumme bis 5.000 Euro, die Hälfte davon bereits mit Rekorden schneller als 1:16 ausgestattet, treten im Preis der Papier-Union auf der 1.680 Meter-Distanz an. Als Favoritin wird Ovation L.A. (Josef Franzl) antreten. Die Stute ist in Hamburg bei drei Starts ungeschlagen und musste lediglich während des Berliner Derbymeetings zwei gute Pferde vor sich anerkennen. Für die besseren Plätze bieten sich auch die fünffache Saisonsiegerin Amaja (Michael Nimczyk), die im Stutenderbyvorlauf gleich am Start gescheiterte Venividivici S (Ronald de Beer) und der niederländische Gast Isan (Kurt Roeges) an.

Französische Verhältnisse

Späte abendliche Startzeiten sind im Nachbarland nichts Ungewöhnliches, doch noch „französischer“ ist im vorletzten Rennen des Abends der Auftritt von Zauni. Deutschlands bester Satteltraber aller Zeiten hat sich seit mehr als einem Jahr nicht mehr auf seiner Heimatbahn sehen lassen, dafür aber mehr als ein halbes Dutzend französische Pisten kennen- und lieben gelernt und bei seinen Ausflügen dorthin mehr als 100.000 Euro auf sein Konto gebracht. Natürlich ist der frische Mariendorfer Monté-Derbysieger in der 10. Prüfung des Abends unter Ronja Walter trotz Zulage klarer Favorit.

Knifflige V6-Wette

Die V6-Wette vom 4. bis 9. Rennen stellt diesmal eine höhere Hürde als an vielen der letzten Renntage dar, was allein schon durch die im Schnitt höhere Starteranzahl begründet wird. Zudem sind einige Rennen richtig offen, so dass die Freunde von Kombinationen voll auf ihre Kosten kommen. Wer sich die (mindestens) ausgelobten 5.000 Euro im Idealfall alleine sichern will, scheint es zunächst leicht zu haben, denn im einleitenden Amateurfahren steht Dreambreaker-Halbbruder Solvato (Afsoon Amirfallah) auf dem Papier doch sehr weit heraus. Mehr Möglichkeiten zu spekulieren offeriert das 5. Rennen, denn Quandor (Thomas Buley), Anio C.K. (Kornelius Kluth), Son Pardo (Dennis Spangenberg), Lisa Lisieux (Ronald de Beer) und Elsa Hanover (Michael Larsen) lieferten in letzter Zeit allesamt so gute Leistungen ab, dass es schwerfallen wird, auch nur einen aus diesem Quintett auszulassen. Ähnlich sieht es zur V6-Halbzeit in einer Bänderstartprüfung aus, die aus dem ersten Band Unicorn Diamant (Kornelius Kluth) oder Capten Jack H (Dennis Spangenberg) ebenso gewinnen können wie die mit Zulage ins Rennen gehenden Malory (Josef Franzl) oder Kiss Me Bo (Michael Nimczyk).

Ovationen für die V6-Bank?

Nach dem Hauptereignis, in dem mit Ovation L.A. (Josef Franzl) eine recht klare Favoritin gegeben ist, wirkt das 8. Rennen wieder deutlich offener. Den größten Anhang werden Ijsvink (Dennis Spangenberg) und trotz zweiter Reihe der speedstarke Red Lover (Robbin Bot) finden, doch alternativ scheinen Pferde wie Bogomir CG (Heiner Christiansen) oder Girlofmanymissions (Michael Nimczyk) durchaus denkbar. Auch zum Abschluss der V6-Wette ist keineswegs sicher, dass man mit dem sich vorab anbietenden Duo Shalala (Immo Müller) und One Penny Black (Afsoon Amirfallah) auskommen kann oder eine größere Überraschung im Feld versteckt ist.

Der nächste Bahrenfelder Renntag findet am Sonntag, 15. September mit dem Johannes Frömming-Memorial als Hauptereignis statt.