Auch auf Seiten der Fahrer lässt die Veranstaltung keine Wünsche offen, sind doch neben dem längst zum Lokalmatadoren avancierten Josef Franzl u.a. Heinz Wewering, Thomas Panschow und Victor Gentz aus Berlin, eine starke von Robin Bakker und Jaap van Rijn angeführte Niederlande-Fraktion sowie aus Schweden Jörgen Sjunnesson und aus Frankreich Maik Esper zu Gast. Auf die Wetter wartet erneut eine V6-Wette mit einer Garantieauszahlung von 5.000 Euro.

Wer folgt dem Derbysieger?

Im Hamburger Winterfavorit stehen für die sechs Kandidaten große Fußstapfen bereit: Vorjahressieger Velten von Flevo triumphierte ein dreiviertel Jahr später bekanntlich im Traberderby und der Breeders Crown. Dass in dem an siebter und vorletzter Stelle des Programms entschiedenen und über die Sprintstrecke von 1.680 Metern führenden Rennen der Sieger erneut aus den Niederlanden kommt, ist durchaus denkbar. Nantorp Bo (Dion P. Tesselaar) verfügt immerhin schon über einen 1:15er-Rekord, die aus großen Quartieren stammenden Kaj di Quattro (Robin Bakker) und Konan Greenwood (Erwin Bot) wurden flott qualifiziert. Die norddeutschen Chancen sollten bei dem vor Monaten schon mit Lobeshymnen überhäuften Kiwi T (Maik Esper) gut aufgehoben sein, wenngleich der Hengst den ganz großen Treffer noch nicht landen konnte.

Treffen der Cracks

Eine geradezu sensationelle Besetzung hat das als sechstes gelaufene Rennen der besten Tagesklasse gefunden, in dem ein Klassetraber wie Gustavson Be mit seiner Gewinnsumme von knapp 70.000 Euro bereits mit Abstand der „Ärmste“ ist. In Gelsenkirchen war der schicke Fuchs zuletzt bravouröser Zweiter und trifft sowohl den Sieger Prosperous (Jörgen Sjunnesson) wie den Drittplatzierten Broadwell (Erwin Bot) auf der diesmal 400 Meter kürzeren Mitteldistanz wieder. Dass einer aus diesem Trio gewinnt, ist aber keineswegs ausgemachte Sache, denn mit dem seit Monaten in absoluter Topform agierenden Halva von Haithabu (Robbin Bot) und dem kürzlich gegen Elitetraber im Preis der Giganten fünftplatzierten Hambo Transs R (Robin Bakker) sind weitere zur gehobenen Garnitur gehörenden Pferde am Ablauf.

Titelduell

Je weniger Renntage bis zum Saisonende anstehen, umso spannender wird der Kampf um den Titel „Hamburger Pferd des Jahres“. Während Porto (fünf Siege) diesmal nicht am Start ist, treffen die beiden anderen Kandidaten Opalis (Jörgen Sjunnesson/fünf) und Larsson (Heiner Christiansen/sechs) im 3. Rennen direkt aufeinander. Die überragende aktuelle Form weist leichte Vorteile für die Stute aus, doch ist in dem enorm stark besetzten Rennen keineswegs auszuschließen, dass der Sieger auch Hector Boko (Jaap van Rijn) oder Crown Wood (Maik Esper) heißen könnte.

Kleine, aber feine V6

Wer glaubt, die V6-Wette mit ihrer 5.000 Euro-Auszahlungsgarantie sei in Anbetracht der nicht allzu großen Felder ganz leicht zu treffen, könnte einem Irrtum unterliegen. Die so genannten „Unverlierbaren“ sind in den Rennen zwei bis sieben äußerst dünn gesät. Das gilt für den V6-Auftakt, wo aus dem Quartett Newport Beach (Josef Franzl), Aragorn As (Erwin Bot), Valentijn Newport (Jörgen Sjunnesson) und Quick Winner (Robbin Bot) jeder gewinnen kann, ebenso wie für das anschließende bereits erwähnte Sprinterrennen. V6-3 für die Anfängerklasse wirkt sehr undurchsichtig, es sei denn, der schon ein ums andere Mal als Geheimtipp zu niedrigen Odds angetretene Franzose Empereur Quick (Robbin Bot) ginge einmal glatt. Dann könnte der Sieger feststehen. Das vierte V6-Rennen bietet in einer von Maxi Cup (Josef Franzl) und Howard T (Maik Esper) angeführten Fünfergruppe möglicher Sieger auch keinen Bank-Kandidaten, und für das hochkarätig besetzte Rennen der älteren Stars und den Hamburger Winterfavoriten gilt ähnliches. Für Spannung ist also gesorgt am letzten Hamburger Renntag des Novembers. Bereits eine Woche später, am Sonntag 1. Dezember, geht es in Bahrenfeld weiter, wenn mit dem Halali erneut eine 20.000 Euro-Prüfung im Mittelpunkt steht.