Fünf Renntage stehen in diesem Jahr noch an, so dass die Antwort auf die Frage nach dem Bahrenfelder „Pferd des Jahres“ mehr und mehr in den Focus rückt. Rein rechnerisch können noch etliche Pferde für den begehrten Titel in Betracht kommen, realistisch betrachtet spitzt sich die Auseinandersetzung auf einen Dreikampf zu. Aus dem Trio Larsson (sechs Siege), Opalis (fünf) und Porto (vier) glänzt die Stute diesmal durch Abwesenheit, was ihre Aussichten nicht gerade verbessert. Porto (Hans-Jürgen von Holdt) könnte dagegen den Abstand weiter verkürzen, denn die Aufgabe im 7. Rennen sieht für den zuletzt nach überaus aufwändigem Verlauf in überragender Manier siegreichen Wallach doch sehr lösbar aus. Larsson (Heiner Christiansen) dagegen, der zuletzt überraschend einen scheinbaren „Elfmeter“ nicht verwandeln konnte, muss eine halbe Stunde zuvor im 6. Rennen richtig starke Gegner aus dem Weg räumen, um seinen Vorsprung zu verteidigen: Am zwölffachen Saisonsieger Volare Gar (Michael Nimczyk) scheiterte er im Juni schon einmal, und die immer stärker werdende Queen for a Day (Josef Franzl) will auch erst einmal bezwungen werden. So ist es durchaus denkbar, dass am Ende des Tages die drei Titel-Kandidaten mit 6-5-5 Siegen noch enger zusammenrücken.

Josef Franzl auf Silberhelm-Kurs

Josef Franzl, der im Kampf um den Silberhelm derzeit vier Siege Vorsprung gegenüber Rudi Haller hat, darf neben Queen for a Day auf weitere Pferde vertrauen, die sein Punktekonto aufstocken können: Die Lasbeker Ol Dono Lengai (1. Rennen/Doppelsieger), Naheed (2. Rennen/vier Siege in Serie), Nashua (4. Rennen/zwei Saisonerfolge) und Newport Beach (8. Rennen/drei Siege in Serie) haben allesamt das Zeug dazu, den Renntag wie zuletzt mehrfach zum „Franzl-Abend“ werden zu lassen.

Einer gegen alle

Am PMU-Abend soll ein Trotteur-Francais-Rennen nie fehlen, und die Bänderstartprüfung über die Mitteldistanz (5. Rennen) ist mit elf Teilnehmern durchaus ansprechend besetzt. Fehlerfrei ist der im ersten Band optimal untergekommene Errakis (Jörgen Sjunnesson) natürlich erster Sieganwärter, doch zuletzt in Wolvega hatte der Wallach nach zuvor sechs Treffern in Folge gar keine Bindung zum Geschehen gefunden und sich in einem ähnlich großen Feld und nach Fehlstarts gleich aus der Partie galoppiert.

Leicht oder schwer

Auf dem Papier sieht die V6-Wette, die über die Rennen zwei bis sieben mit einer garantierten Auszahlung von 5.000 Euro abgewickelt wird, einfach aus. Doch der Teufel könnte wie so oft im Detail stecken. Zum Auftakt werden viele Wetter dem Zweierweg Naheed (Josef Franzl) und Izzi’s Newport (Michael Nimczyk) vertrauen, denn beide Pferde sind überaus sieggewohnt. Wesentlich offener ist das 3. Rennen, in dem Iron Fox (Roland Hülskath) und Ibracadabra (Victor Gentz) sich einer Handvoll weiterer Formpferde gegenübersehen. Zur V6-Halbzeit könnte der mit Ausnahme einer Zurückstufung durch die Rennleitung noch nie bezwungene UBetterWin Diamant (Michael Nimczyk) ein mögliches Bankpferd sein. Im 4. V6-Rennen hat Errakis (Jörgen Sjunnesson) nach Können keinen Gegner, aber sollte der Franzose erneut patzen, wäre in dem ansonsten ausgeglichen besetzten Elferfeld guter Rat teuer. Wer in der vorletzten V6-Prüfung auf Nummer sicher gehen will, muss wohl für Larsson (Heiner Christiansen), Volare Gar (Michael Nimczyk) und Queen for a Day (Josef Franzl) drei Markierungen investieren, während das V6-Finale im 7. Rennen mit Porto (Hans-Jürgen von Holdt) eine weitere potenzielle Bank bereithält. Der nächste Bahrenfelder Renntag findet am Sonntag, 24. November statt, wenn der mit 20.000 Euro dotierte „Hamburger Winterfavorit“ für Zweijährige auf dem Programm steht.