Der erste Sieger des Nachmittags scheint leicht zu ermitteln zu sein, denn L.A.Confidential (Kornelius Kluth) gewann zweimal sehr souverän. Er wandelt nun auf den Spuren seines Stallgefährten SJs Sunday, dem es vor drei Jahren ebenfalls gelang, durch einen Dezember-Hattrick die Saisonbilanz entscheidend aufzuhübschen. Leider, oder – je nach Sichtweise – glücklicherweise zählt die Auftaktprüfung noch nicht zur V6, denn dort ist – ab dem 2. Rennen ‑ das Finden möglicher Sieger nicht ganz so einfach. Dennoch könnten Fans der Jauss-Traber mit einer Bank einsteigen, denn die ebenfalls von Kornelius Kluth gesteuerte Iniesta Bros hat vor 14 Tagen recht überzeugend gewonnen. Mit der frischen Berliner Siegerin Cora Sun (Thomas Holtermann) und dem hauchdünn geschlagenen Milkos (Günther Lühring) sind allerdings ernsthafte Konkurrenten zur Stelle.

Zwei Duelle

Im 3. Rennen ragen A Leth Life (Kent Friborg), zuletzt nach langer Führung erst spät bezwungen, und der im selben Rennen am Verlauf gescheiterte ex-Seriensieger Larsson (Heiner Christiansen) ein wenig heraus, doch sich für einen der beiden als Bankpferd zu entscheiden, ist nicht ohne Risiko. Ähnlich ist die Situation im 4. Rennen, wo das Duell der beiden bei den letzten vier Auftritten jeweils drei Mal erfolgreichen Lucky Lady Blue (Heiner Christiansen) und Highlander Boko (Michael Nimczyk) im Vordergrund steht. Wenn nicht der berühmte Affe aus dem Nest fällt, sollte es dennoch möglich sein, die erste Hälfte der V6-Wette schadlos zu überstehen.

Wetträtsel mit Amateuren

Die zweite Hälfte ist ungleich schwerer zu lösen, denn schon das an 5. Stelle entschiedene Amateurfahren bietet diverse Möglichkeiten. Die dreifache Saisonsiegerin Escada (Carsten Abel) kann durch den Startplatz in der zweiten Reihe gehandicapt sein, Nordic Jaycee (Mario Krismann) und Alonso PD (Afsoon Amirfallah) konnten kürzliche Siege zunächst nicht bestätigen. Indira OE (Immo Müller) ist bei allem Laufvermögen chronisch unsicher, an einem guten Tag aber immer als Siegerin denkbar, während Marinah (Hans-Jürgen von Holdt), Paco Jet (Hinrich Heitmann), Ivo (Leo Hönig) oder Harbour Eightysix (Christoph Pellander) zwar außerordentlich zuverlässig agieren, aber seit Monaten nicht gewonnen haben. Dieses Rennen kann die entscheidende Hürde auf dem Weg zumV6-Treffer sein.

Bis hierher und zwei weiter

In der vorletzten V6-Prüfung trifft mit Idee Beemd (Aylin Müller) eine frische Siegerin auf drei Pferde, die unmittelbar vor einem Erfolg stehen sollten: Meghan Trainor (Michael Nimczyk), Paula Ri (Michael Larsen) und Samu (Kornelius Kluth). Und auch zum V6-Finale wird man gut beraten sein, mehr als ein oder zwei Markierungen auf dem Wettschein zu setzen: Night Star Sam (Robbin Bot) war bei den letzten zehn Starts nur einmal nicht unter den ersten Dreien – ausgerechnet bei einem Gastspiel in Hamburg. Da kann es empfehlenswert sein, zumindest auch Formpferde wie Sayuri Mo (Michael Nimczyk) oder Gentle Yankee (Kornelius Kluth) zu berücksichtigen. Wer scheidet schon gerne im letzten V6-Rennen aus?

Niederlande gegen Dänemark

Das letzte Rennen des Bahrenfelder Traberjahres ist den gewinnreicheren Pferden vorbehalten und durchaus so etwas wie ein sportlicher Leckerbissen. Der überragend in Form gekommene und mittlerweile fünffache Seriensieger Grande Cunera (Kurt Roeges) muss 20 Meter Zulage aufholen und trifft in dem gehobene skandinavische Klasse verkörpernden Bandgefährten Rocky Egedal (Birger Jörgensen) alles andere als einen Nobody als Hauptgegner. Gegen solche Klassepferde werden erprobte Könner wie Geronimo T (Michael Nimczyk) oder die vorgabebegünstigten On Vogue (Franz Klein) und Run for the Roses (Kornelius Kluth) wohl einmal mehr nur ein Platzgeld anvisieren können. Das Bahrenfelder Rennjahr 2019 wird am Mittwoch, 16. Januar mit einer PMU-Abendveranstaltung eröffnet.