Auch für die Wetter geht es an diesem schon um 13.00 Uhr (erster Start: 13.45 Uhr) beginnenden und insgesamt neun Prüfungen umfassenden Renntag um großes Geld: Allein in der V6-Wette, die über die Rennen eins bis sechs durchgeführt wird, steht eine garantierte Auszahlung von 10.000 Euro zur Verfügung. Ab 13.15 Uhr gibt es in einer Talk-Runde alle wichtigen sportlichen Informationen dazu.

Ohne Vorgeplänkel geht es gleich „zur Sache“, denn die ersten drei Rennen sind die Vorläufe zum Schwarzer Steward-Rennen. Insgesamt bewerben sich 26 Kandidaten für die zwölf Finalplätze, wobei nicht viel taktiert werden kann: Nur wer in den Vorläufen weit vorne ist, kann auch bei der Vergabe der Startplätze im Finale auf die begehrte „gute Nummer“ hoffen. 

Doppel- gegen dreifach-Sieger

Im 1. Vorlauf sieht alles nach einem Duell zwischen dem stark verbesserten Niederländer Hocus Pocus (Karel Gerrits), der seine jüngsten beiden Auftritte siegreich gestalten konnte und zuletzt in Gelsenkirchen mit mehr als zehn Längen Vorsprung gewann, und dem Berliner Gast Romeo Diamant (Heinz Wewering) aus. Letzterer tritt mit einem Hattrick an, hat in seiner Laufbahn erst einmal nicht gewonnen und beim Comeback frühe Fitness dokumentiert, als er gleich seinen Rekord deutlich verbessern konnte. Ganz vorne denkbar sind aber auch Arendelle (Michael Nimczyk), die beim Wiederauftreten durch einen Fehlstart und die folgende extreme Verzögerung gehandicapt und beim zweiten Startversuch fehlerhaft war, oder Malory (Christian Lindhardt) denkbar. Der Lasbeker machte noch einen sehr guten Eindruck, als das Saisondebüt im letzten Bogen in einer plötzlichen Galoppade endete.

Gast aus Frankreich

Der zweite Vorlauf könnte nach Frankreich entführt werden. Dort wird Voyage d’Amour (Mike Lenders) trainiert, die in Gelsenkirchen eine sehr gute Stute entzauberte und danach auch im belgischen Mons gewann. Alternativen sind auch hier mit Chuckaluck (Lea Ahokas) ein beim Saisoneinstand siegreicher Berliner und zwei Lasbeker: Marimba (Heinz Wewering) unterlag ihm nur knapp, Misty Morning (Christian Lindhardt) ist nicht schwächer einzuschätzen. Die klar beste Papierform bringt mit vier Siegen bei ebenso vielen Saisonstarts Highway Fortuna (Michael Nimczyk) mit, der beweisen muss, ob er sich auch auf höherem Parkett zurechtfindet, denn so starke Gegner wie diesmal hat der Vierjährige noch nicht getroffen.

Große Auswahl

Der dritte Vorlauf, der mit Dreier- und Viererwette gelaufen wird, ist der am stärksten besetzte. Mit zehn Teilnehmern nicht nur quantitativ, sondern auch, weil darunter zahlreiche Sieganwärter sind. Der Norden hofft auf Sandsturm (Michael Larsen), der nur hin und wieder durch seine immer noch nicht komplett ablegten Unsicherheiten gestoppt wird, sowie auf den beim ersten Saisonstart in Berlin in beachtlicher Manier gewinnenden Big Boss As (Kornelius Kluth). Aus dem Westen reist der gerade in Hamburg schon oft erfolgreich gewesene Night Star Sam (Michael Nimczyk) an, der beim Comeback einiges Pech hatte und viel besser lief, als es der fünfte Platz auf dem Papier ausdrückt. Sogar Bayern schickt einen aussichtsreichen Kandidaten: Get Lucky (Rudolf Haller) hat seine beiden Auftritte 2018 siegreich gestaltet und will sich einen gehörigen Teil des Schwarzer Steward-Preiskuchens sichern. Die Niederlande sind in diesem Vorlauf dreifach aussichtsreich vertreten durch Gian Luca Pasel (Heinz Wewering), Humble Hill (Robin Bakker) und Nordmann (Rob de Vlieger) und selbst die restlichen Teilnehmer sind nicht chancenlos, so dass in diesem Vorlauf zwangsläufig der eine oder andere seine hochgesteckten Hoffnungen wird begraben werden müssen.

10.000 Euro-V6 bleibt offen

Bevor das große Finale als 8. Rennen gelaufen wird, müssen die Wetter noch drei weitere Aufgaben lösen, um an der Ausschüttung des V6-Topfes partizipieren zu können. Das 4. Rennen, ein Amateurfahren, wirkt komplett offen, den meisten Anhang wird Marinah (Hans-Jürgen von Holdt) haben. Anschließend sind die frischen Sieger Sindbad Diamant (Michael Nimczyk) und Hurricane Boshoeve (Heinz Wewering) favorisiert, bevor zum V6-Abschluss nochmals eine Vielzahl von Formpferden aufeinandertrifft. Die Lasbekerin Miss Marbel (Christian Lindhardt) reist mit einer Serie guter Platzierungen aus Schweden an und trifft auf Lokalmatador Little Danny (Michael Larsen), den enorm laufstarken, aber bisweilen auch unsicheren Berliner Gustavson Be (Victor Gentz) und die im laufenden Jahr ebenfalls schon siegreichen Niederländer Dark Witch Sisu (Stefan Schoonhoven) und Vincent (Robin Bakker). Wer also nach fünf richtigen Tipps in der V6-Wette noch dabei sein sollte, wird sich kaum entspannt zurücklehnen können – für Spannung bis zuletzt ist in dieser attraktiven Wettart gesorgt.

Bunter Rahmen

Ostern ohne Rahmenprogramm? Undenkbar. Deshalb steht traditionell das Motto „Familientag“ über der Veranstaltung und bietet mehr als „nur“ attraktiven Trabrennsport. Die jüngsten Besucher freuen sich auf Ponyreiten, Hüpfburg und Kinderschminken, die Erwachsenen u.a. auf die Ausstellung von Pierre Lang und A&B Design, wo zwischen hochwertigem Modeschmuck und edlen Unikaten aus 100 % Handarbeit gestöbert werden kann.