Die TraberParti-Stute Hanna Hazelaar

Welche dann im prall gefüllten Kalender gehobener Rennen im Jahresverlauf noch folgen werden, darauf weisen die Renntitel hin, denn am 15. April ist Nennungsschluss für zahlreiche Hamburger hochdotierte Rennen. Viel Geld für die Wetter, nämlich 7.500 Euro, wartet am Sonntag wieder als Garantieauszahlung in der V6-Wette, die sich über die Rennen drei bis acht erstreckt, während die Viererwette im 5. Rennen gespielt werden kann.

Wiedersehen macht Freude

Etliche Pferde beenden am Sonntag die Winterpause und absolvieren ihren ersten Saisonstart. Zwei stehen, was den Prominentenstatus betrifft, dabei besonders im Focus: Cash Hanover (8. Rennen) mit seinem spektakulären Rekord von 1:10,4 und einer Gewinnsumme von mehr als 210.000 Euro und seine Trainingsgefährtin Hanna Hazelaar (6. Rennen), die als TraberParti-Stute mit vielen hundert Besitzern schon oft Thema in den Medien gewesen ist. Beide werden von Champion Michael Nimczyck gesteuert und gehen trotz beachtlicher Gegnerschaft mit guten Aussichten ins Rennen.

V6-Wette mit 7.500 Euro Garantie

Zu einem echten Anziehungspunkt für die Wetter hat sich die Bahrenfelder V6-Wette entwickelt, die bei der letzten Austragung trotz überschaubarer Felder einen tollen Umsatz produziert hat. Darauf wird auch diesmal gehofft, wobei die Wette erneut das Prädikat „treffbar“ trägt und somit sogar bei Wettern mit kleineren Einsätzen berechtigte Hoffnungen auf einen überdurchschnittlichen Treffer weckt.

Bänke suchen und finden

Um die V6-Wette bezahlbar zu machen, bedarf es der einen oder anderen Bank. Eine solche könnte schon zum Auftakt gefunden sein, wenn Stutenderby-Finalistin Unicorn Diamant (Kornelius Kluth) ihr Saisondebüt gibt. Der frische Mönchengladbacher Sieger Sindbad Diamant (Michael Nimczyk) und die in Hamburg noch ungeschlagene, aber auf der Sprintstrecke sehr weit außen startende Lucky Lady Blue (Heiner Christiansen) sind zwar beachtliche Gegner, aber für die Jauss-Stute sicher nicht unbezwingbar. Noch eindeutiger sieht es auf dem Papier ein Rennen später aus, denn Seriensieger Larsson (Heiner Christiansen) scheint in der aktuellen Form unbezwingbar und machte schon letztes Mal mit dem erneut als Hauptkonkurrent geltenden William Scott (Michael Nimczyk) kurzen Prozess.

Vier Richtige bei den Amateuren

Im 5. Rennen, einem Amateurfahren mit Viererwette, steht mit Standbyme (Jörg Hafer) erneut ein Kandidat aus dem Quartier von Marion Jauss klar heraus, doch hat der Hengst aufgrund seiner fast achtmonatigen Pause einen kleinen Unsicherheitsfaktor im Gepäck. Das erhöht die Hoffnungen im Umfeld z.B. von Kobra Haleryd (Nick Schwarma) oder Nordic Jaycee (Mario Krismann). Im anschließenden 6. Rennen kann die Siegerin zumindest für TraberParti-Fans nur Hannah Hazelaar heißen, andere berücksichtigen auch noch Schweden-Doppelsieger Lindsay (Ferdinand Hirsch), die wieder gut in Schwung gekommene Green Mamba (Victor Gentz) oder den ultraschnellen Beginner Miles United (Ayleen Müller).

Arm und reich

In den restlichen beiden V6-Rennen treffen Welten aufeinander: Zunächst stellt sich die Anfängerklasse mit Gewinnsummen um 1.000 Euro vor, danach die trabenden Geldschränke, die zusammen schon mehr als eine Million Euro auf ihrem Konto haben. Bei den am Beginn ihrer Laufbahn stehenden Pferden könnte ein Spätberufener den Taktstock schwingen: Der schon sechsjährige Porto (Hansjörg Gröber) debütierte erst vor einer Woche, tat dies in Mariendorf hinter einem Topfavoriten aber so überzeugend, dass er diesmal schon die Favoritenbürde tragen sollte. Im sportlichen Hauptereignis wird die wohl Cash Hanover zufallen, der sich auch im Vorjahr nach längerer Pause beim Jahresdebüt als Zweiter zu Orlando Jet im Bild-Pokal gleich topfit präsentiert hatte. Vor einem Spaziergang steht der Hengst jedoch nicht, denn die jüngste Bahrenfelder Vorstellung von Soccer (Victor Gentz) auf der Sprintstrecke war schlichtweg überragend, und Pferde wie Stand Libuda (Heinz Wewering) oder Nileo (Robbin Bot) besitzen ebenfalls genügend Klasse, um auf diesem Niveau eine Rolle spielen zu können. Mit dem abschließenden Duell Stradivari (Michael Nimczyk) gegen Nordmann (Victor Gentz) hält die Veranstaltung ein weiteres Schmankerl bereit, bevor es am Ostermontag (22. April) mit dem Schwarzer Steward-Rennen in Bahrenfeld weitergeht.