In der V6-Wette werden wieder 5.000 Euro Garantieauszahlung angeboten, die Viererwette kann zweimal gespielt werden und ist im 6. Rennen mit einem Jackpot von fast 1.400 Euro verbunden.

Kontostand vermehrfachen

Im Halali 2019 versuchen sieben dreijährige Pferde, die bislang den zweiten Bildungsweg gegangen sind und an Großprüfungen noch nicht teilnahmen bzw. dort nicht in Erscheinung traten, ans große Geld zu gelangen. Allein der Sieger erhält 10.000 Euro, die mit einer Ausnahme noch niemand auch nur annähernd auf seinem Konto vorweisen kann. Nach Gewinnsumme steht nämlich Cherry Lady S (Kornelius Kluth) weit heraus. Mit mehr als 11.000 Euro hat die Stute aus dem Stall von Marion Jauss bislang mehr Geld verdient als die übrigen sechs Mitbewerber zusammen. Zur klaren Favoritin wird sie dadurch aber nicht, denn seit dem vorjährigen Debüt steht kein Sieg mehr zu Buche. Selbst wenn sämtliche Platzierungen, zuletzt mehrfach als Zweite zu bewährten Gegnern, gut waren, gibt es auch diesmal Konkurrenten, die sicher nicht schlechter sind. Dazu gehört der bei zwei Auftritten noch nicht bezwungene Amon Wise As (Erwin Bot) ebenso wie die zweite norddeutsche Hoffnung, der aktuelle Doppelsieger Flying Blue (Hannu Voutilainen) oder die bislang immer Erste oder Zweite gewesene Jacy di Quattro (Michael Nimczyk). Die übrigen drei Teilnehmer haben mehrmonatige Pausen hinter sich, im Sommer aber genug Können gezeigt, um in Bestform ebenfalls vorne mitmischen zu können.

V6 mit 5.000 Euro Garantie

Ist im Halali der erste Sieger der V6-Wette gefunden worden, warten fünf weitere gut besetzte Rennen bis zur endgültigen Lösung des Wetträtsels. Zunächst ist die gehobene Gewinnklasse aktiv, in der es auf ein Duell zwischen Noubliez jamais (Jaap van Rijn) und Volare Gar (Michael Nimczyk) hinauslaufen könnte, bevor ein mit einem Jackpot von knapp 1.400 Euro in der Viererwette gelaufenes Amateurfahren die erste Hälfte der V6 abschließt. Mit vier Saisonerfolgen, darunter zuletzt in einer hochdotierten Karlshorster Prüfung, steht Woodbrown Beauty (Saskia Krause) etwas heraus, muss aber aus zweiter Startreihe ins Rennen gehen und wird so ihren starken Antritt nicht ausspielen können. Milkos (Günther Lühring), Arabesk Hazelaar (Nick Schwarma) und Fitforfun (Jörg Hafer) sind die ersten, die als mögliche Alternativen auf eine Schwäche der Favoritin warten.

Pferde des Jahres

Klarer Favorit im 4. V6-Rennen ist der den Titel „siegreichster Traber 2019“ anstrebende UBetterWin Diamant (Michael Nimczyk), der „auf’m Platz“ bei elf Auftritten noch nie einen Gegner vor sich dulden musste. Lediglich eine Niederlage durch Zurückstufung nach einer Störung trübt die ausnahmslos begeisternden Vorstellungen des Vierjährigen, so dass auch bärenstarke Konkurrenten wie Major Ass (Victor Gentz), Smilla (Franz-Josef Stamer) und weitere extrem formbeständige Pferde schon einen Sahnetag erwischen müssen, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Ähnlich deutlich ist anschließend die Favoritenstellung von Porto (Hansjörg Gröber), der mit einem Treffer zur Spitze bei der Auseinandersetzung zum „Hamburger Pferd des Jahres“ aufschließen könnte. Wer auf eine Überraschung hofft, wird sich vorrangig für Edrigo d’Eam (Michael Larsen) oder Bogomir CG (Heiner Christiansen) entscheiden.

Tüftelei zum Abschluss

Das möglicherweise offenste V6-Rennen, zugleich erneut mit Viererwette gelaufen, steht in der letzten Prüfung des Nachmittags an. Elf Kandidaten werden sich hinter dem Startwagen einfinden, die wahrscheinlich laufstärksten starten aus der zweiten Reihe und kommen zudem aus längerer Pause. Dennoch werden die Wetter Nonas Kiss (Josef Franzl) und Sandsturm (Michael Larsen) natürlich berücksichtigen, aber nach dem bekannten Rennbahn-Motto „Form schlägt Klasse“ könnte der Sieger durchaus auch Don’t forget me (Dennis Spangenberg) oder Hudson Boko (Ronals de Beer) heißen. Selbst eine größere Überraschung scheint nicht völlig ausgeschlossen zu sein, so dass die V6 bis zuletzt viel Raum für Spekulationen gibt. Zwei weitere Renntage finden in diesem Jahr noch in Bahrenfeld statt: Eine Abendveranstaltung am Donnerstag (12. Dezember) und ein abwechslungsreicher Nachmittag am Sonntag (29. Dezember) beschließen die Saison, bevor die neue bereits am 22. Januar mit einer PMU-Veranstaltung eröffnet wird.