PMU-Auftakt

Der Grund für den frühen Rennbeginn sind zwei PMU-Rennen, die live nach Frankreich übertragen werden und jeweils mit stattlichen 4.500 EUR Preisgeld versehen sind. Gleich drei frische Sieger kreuzen im Mephisto PS-Rennen die Klingen. Die Wahl zwischen Iniesta Bros (Kornelius Kluth), Exclusive Fire (Victor Gentz) und Ian Greenwood (Ronald de Beer) mag da Gefühlssache sein. Für die V6 kommt man mit diesen Kandidaten möglicherweise nicht einmal aus, denn auch der von Michael Larsen aufgebotene Edrigo d’Eam sollte Siegchancen anmelden. Im Marion Jauß-Rennen könnte die Hamburger Züchterchampionesse sich selbst „ehren“, denn der von ihr gezüchtete L.A.Confidential sollte mit Kornelius Kluth durchaus in der Lage sein, die jüngst unterbrochene Siegesserie wieder aufzunehmen. Gegen den Mitte Januar bullig siegreichen Larsson mit Heiner Christiansen steht aber kein Sonntagsspaziergang an, auch die frische Siegerin Green Mamba mit dem Berliner Gast Victor Gentz will ein Wörtchen bei der Verteilung des Preiskuchens mitsprechen.

Kombinationswetten

Dreier- und Viererwette sind im Anschluss im Angebot; niemand muss also an diesem Renntag auf das komplette Wettangebot verzichten. Ob sich für das V6-3-Rennen eine Bank anbietet, auf der sich dann auch Dreier- und Viererwetten aufbauen lassen, steht nicht fest. Zwar ist einerseits die ungemein beständige Sayuri Mo mit dem Berliner Champion Andre Pögel ein absolutes Muss für jede erdenkliche Wettart im Franz Klein-Rennen, andererseits hat es die Stute in diesem Amateurfahren aus der zweiten Reihe nicht ganz leicht. Zudem lauert im Feld eine „unbekannte Größe“: Payet. Der laufgewaltige Wallach gewann im Vorjahr mehr als 15.000 Euro und sechs seiner neun Starts. Bei seinem letzten Auftritt in der Hansestadt war er als Dritter im Bahrenfeld-Cup nicht weit geschlagen. In diesem Jahr aber lieferte Payet noch nichts ab. In der Hand seines Besitzers Hans-Ulrich Bornmann enttäuschte er am 24. Februar in Mönchengladbach auf ganzer Linie. Es geht um Wiedergutmachung, zuzutrauen ist das dem Gespann allemal. Die norddeutschen Fahrer Carsten Abel mit Escada, Mario Krismann mit Nordic Jaycee und Leo Hoenig mit Ivo hoffen natürlich nicht unbedingt darauf, dass Payet zum Phönix aus der Gladbacher Asche wird. Christian Schulz mit Dust All Over und Hans-Jürgen von Holdt mit Valentien W. rechnen sich auch etwas aus, während die übrigen Teilnehmer sicher nur überraschen können. Das gilt auch für Routinier Norbert Dahl, der nach langer Sulkyabstinenz hinter Apollonia Platz nehmen wird.

Kluth versus Gentz

Auf der Suche nach der Bank, auf der man sich im Rahmen der V6-Wette ausruhen kann, stößt man im Ulrich Mommert-Rennen auf Samu. Der Jauß-Schützling sollte mit Kornelius Kluth allererste Siegaussichten anmelden und auch mit Ide Beemd (Aylin Müller) und Oui Cherie (Victor Gentz) fertig werden können. Die in allen vier den Profis vorbehaltenen Rennen engagierten Kornelius Kluth und Victor Gentz können auch zum Abschluss des Kurz-Renntages zu den Protagonisten zählen. Während Kluth hier einmal mehr für Run for the Roses verpflichtet wurde, sitzt der seit Wochen in Glanzform fahrende Gentz hinter Iron Steel. Über den kurzen Weg in der besten Tagesklasse muss der „Fast-Seriensieger“ allerdings von ganz außen ins Rennen gehen. Dennoch dürfte auch er als potentielle Bank in der V6-Wette zum Abschluss gehandelt werden. Mehr gäbe es sicher, sollte sich Mario Krismann mit seinem Helios behaupten können, was nach dem aktuellen dritten Rang in Gelsenkirchen in flotten 13,5 nicht unmöglich erscheint.

Abrundung

Das Kompaktprogramm und damit zugleich die V6-Wette wird abgerundet durch das Ronja Walter-Rennen, das zweite Amateurfahren des Renntages an fünfter Stelle. Auch hier wird es über die Sprintstrecke gehen, was dem Blitzstarter Ixpress gute Aussichten einräumt. Der Berliner Gast wird wieder von Linda Matzky gelenkt, die bestimmt schon in Sicherheit sein möchte, wenn der am Start ganz außen aufgestellte Capten Jack H mit Hans-Jürgen von Holdt ins Rollen gekommen ist. Wie den Rennnamen zu entnehmen ist, werden an diesem Tag die Hamburger Bahnchampions geehrt, von denen allerdings einige bei der zeitgleich in Gelsenkirchen stattfindenden Veranstaltung auf Arbeit sind. Doch die Verantwortlichen beim HTZ haben sich fraglos Passendes einfallen lassen, um die Hamburger Champions gebührend zu würdigen.

Und eine weitere gute Nachricht zum Schluss: Selbst wer die beiden Feststellungsprüfungen nach dem offiziellen Teil noch live anschauen will, kann pünktlich zu Kaffee und Kuchen wieder zu Hause sein.