Sportlicher Höhepunkt ist eine Sprintprüfung an 7. Stelle mit sechs Kandidaten, die zusammen fast eine halbe Million Euro verdient haben. Für die Wetter geht es insbesondere um die richtigen Vorhersagen in der V6-Wette, die vom 3. bis 8. Rennen läuft und eine Garantieauszahlung von 5.000 Euro offeriert, sowie der Viererwette im 6. Rennen, die mit einem Jackpot von knapp 1.400 Euro verknüpft ist.

Gejagte Lady

Dass die sportlich herausragende Prüfung über die Kurzstrecke von 1.680 Metern führt und einige Spezialisten dafür am Start sieht, ist schon an den persönlichen Rekorden der sechs Teilnehmer zu erkennen: Alle verfügen über Bestleistungen zwischen 1:11,2 und 1:12,6 und dürfen uneingeschränkt als superschnell bezeichnet werden. Mit einem lupenreinen Hattrick im Gepäck tritt Opalis (Jörgen Sjunnesson) an, der man in Anbetracht ihrer vergleichsweise geringen Gewinnsumme schon letztes Mal die Lösung einer solchen Aufgabe nur bedingt zugetraut hatte. Doch die enorm gesteigerte Sechsjährige ließ Konkurrenten, die auf dem Papier noch stärker als die diesmaligen wirkten, in so überragender Manier stehen, dass sie als Favoritin an den Ablauf kommt. Wer sie in der V6-Wette nicht als Bank auswählt, könnte alternativ gleich alle übrigen fünf Pferde auf dem Ticket markieren. Die geben sich von Run for the Roses (Lisa Hanikrisch) bis Iron Steel (Victor Gentz) so wenig, das über ihre Reihenfolge wahrscheinlich der Rennverlauf entscheiden wird.

Genügend Bankpferde

Eine V6-Wette zu treffen, ist für jeden Wetter ein persönliches Highlight. Doch nicht immer muss der Schein teuer sein. Diesmal, so scheint es, sind auch für begrenzte Budgets gute Aussichten vorhanden. Ob alle möglichen Bänke auch überzeugen und sogar gewinnen werden, weiß niemand im Voraus, doch oft hat alleine ihr Vorhandensein eine gewisse beruhigende Wirkung. So lässt sich zum Auftakt der V6-Wette nicht viel gegen einen gut aufgelegten Flying Blue (Hannu Voutilainen) sagen, während im anschließenden Amateurfahren Larsson (Carsten Abel) nach Form und Können heraussteht. Der bei 29 Starts 15 Mal erfolgreiche Hengst ist allerdings noch nie von jemand anderem als seinem Trainer gefahren worden, was dem Rennen einen gewissen „entweder oder“ Charakter verleiht. Die Konkurrenz wird von Nelly Pepper (Franz Schmidts) angeführt, die auch schon 14 Volltreffer auf dem Konto hat, aber in den letzten Monaten nicht mehr ganz so überzeugend agierte wie in den Vorjahren.

Dreimal ganz offen

Neben den drei V6-Rennen mit denkbaren Bänken gibt es aber auch drei mit vielen Möglichkeiten. Im 5. Rennen (V6-3) konnten die logischen Favoriten jüngst zumindest nicht uneingeschränkt überzeugen. Der Lasbeker Nashua (Josef Franzl) kam zwar in diesem Jahr noch nie außerhalb der Dreierwette ins Ziel, ist aber mit zwei Erfolgen bei sechs Starts auch kein absoluter Siegertyp und zudem noch durch den Startplatz in der zweiten Reihe benachteiligt. Schweden-Heimkehrer Iron Creek (Thorsten Tietz) gewann zwar beim Comeback, dies aber nur sehr knapp gegen die heranrauschende Dolce Gabbana (Heiner Christiansen). Erwiesenermaßen gute Pferde wie Milkos (Günther Lühring), Drachenblut (Michael Larsen) oder Fitforfun (Kornelius Kluth) sind für eine Überraschung nicht gänzlich auszuschließen. Auch das mit der Viererwette (Jackpot: 1.362,02 Euro) gelaufene Amateurfahren eröffnet Freunden von Spekulationen eine Menge Raum, reicht die Gruppe der Sieganwärter doch von dem kürzlich zwei ähnliche Rennen gewinnenden Porto (Hans-Jürgen von Holdt über den beim zweiten Start nach mehrmonatiger Pause sicher stärker auftretenden dreifachen Saisonsieger Lewandowski (Jörg Hafer) mindestens bis zu Admiral Rower (Jens Arkenau), der noch nie gewann, aber nach zehn Platzierungen bei zwölf Starts einen Volltreffer unbedingt verdient hätte. Selbst wer vor der Abschlussprüfung fünft Richtige auf seinem V6-Schein sehen sollte, wird sich nicht völlig entspannt zurücklehnen können, denn noch einmal ergeben sich verschiedene Optionen. Die meisten Anhänger wird aber das Trio Maxi Cup (Josef Franzl), Lucky Lady Blue (Hannu Voutilainen) und Smilla (Franz-Josef Stamer) finden.