Die Renntitel würdigen die Hamburger Bahnchampions Michael und Wolfgang Nimczyk (Berufsfahrer und Trainer), Ronja Walter (Monté), Franz Klein (Amateure), Ulrich Mommert (Besitzer) und Marion Jauss (Züchter) sowie das Pferd des Jahres Mephisto PS. Eine ausführliche Ehrung der Titelträger ist – im Gegensatz zu früheren Jahren – am Mittwoch jedoch noch nicht möglich, da die PMU neuerdings in den letzten 15 Minuten vor einem Rennen Moderation im TV-Bild untersagt, so dass die offizielle Ehrung der Champions erst nach Beendigung der Bahrenfelder Winterpause am 3. März stattfinden kann.

V6-Wette mit 5.000 Euro-Garantie

Rechtzeitiges Kommen, um nichts zu verpassen, ist an diesem Abend umso wichtiger, als die V6-Wette das komplette kompakte Programm umfasst und somit schon mit der Auftaktprüfung beginnt. 5.000 Euro sind im „Topf“ garantiert. Zum Jahresende hatte ein V6-Wetter als einziger alle Sieger richtig vorhergesagt und dafür mehr als 20.000 Euro bei einem Grundeinsatz von 20 Cent erhalten. Wer die erste V6 des Jahres trifft, wird sich ebenfalls ohne Wenn und Aber als „ausgefuchst“ bezeichnen dürfen. Die Qualität der antretenden Pferde ist durchweg so hoch, dass man fast vergeblich auf der Suche nach Bänken ist. „Schwierig“ auf der einen Seite ist aber eben gleichbedeutend mit „guter Quote“ auf der anderen, so dass der Reiz der richtigen Vorhersage erneut groß ist. Zum Auftakt ist zwischen vier reellen Sieganwärtern zu wählen. Die Gruppe besteht aus dem zuletzt zweimal erfolgreichen Edrigo d’Eam (Michael Larsen) und seinen Herausforderern Holland Hazelaar (Michael Nimczyk), Iniesta Bros (Kornelius Kluth) und Milkos (Günther Lühring), die allesamt mit exzellenter Form antreten.

Dreier- und Viererwette

Beide beliebten Wettarten werden im 2. Rennen angeboten. Ex-Seriensieger Larsson (Heiner Christiansen) möchte sich nach zwei unglücklichen Rennverläufen wieder auf die Siegerstraße begeben, wo sich Genever (Victor Gentz) kürzlich schon eingefunden hat. Dritter im Bunde der ganz heißen Anwärter ist der überaus konstant agierende Here I am (Kornelius Kluth), aber unter den weiteren sieben Kandidaten ist der eine oder andere versteckt, der im Idealfall gut genug für eine Überraschung sein könnte.

Ganz stark ist anschließend das Rennen besetzt, in dem acht Pferde mit maximal 38.000 Euro Gewinnsumme antreten. Skyfall (Michael Nimczyk), Fuggedaboutit (Tom Kooyman), Lordano Ass (Tim Schwarma) und Harley As (Victor Gentz) haben in den vergangenen drei Monaten zusammen nicht weniger als elf Rennen für sich entschieden, so dass die Wahl schwer fällt. Die zuletzt in bester Haltung im Schlussbogen in Front angesprungene Jolie Coer (Jaap van Rijn) steht dem Quartett an Klasse nicht nach, weshalb zur Halbzeit der V6-Wette enormes Fingerspitzengefühl gefragt ist.

Erfolgspferde en masse

Etwas einfacher scheint die Ausgangsposition im 4. Rennen zu sein, in dem L.A.Confidential (Kornelius Kluth) mit einem Dezember-Hattrick im Gepäck antritt und vorrangig auf Arabesk Hazelaar (Michael Nimczyk) achten muss, der einen frischen Sieg aus dem belgischen Mons mitbringt. Schwieriger wird es anschließend, denn vier Pferde haben beim letzten oder vorletzten Mal gewonnen und zwei andere waren zusammen fünfmal in Folge Zweiter. Trotzdem werden viele Wetter dem so enorm gesteigerten Duglas (Victor Gentz) das Vertrauen schenken, auch wenn er zuletzt in Aarhus beim fünften Treffer en suite mehr als erwartet kämpfen musste. Die vom PMU-erprobten Freedom Fighter (Jaap van Rijn), Sensationssieger Durtal Blue (Aylin Müller) und den für einen Volltreffer überfällig scheinenden Pietro Lombardi (Tim Schwarma) und Sayuri Mo (Michael Nimczyk) angeführte Konkurrenz wird die kleinste Schwäche des Favoriten auszunutzen wissen.

Kasse machen mit den Amateuren

Wenn die Profis ihren Arbeitstag schon beendet haben, treten die Amateurfahrer auf den Plan, und das mit den gewinnreichsten Trabern des Abends. Die Favoritenrolle könnte ebenso der „ärmsten“ im Rennen, aber im Vorjahr sieben Mal erfolgreichen Nelly Pepper (Uwe Stamer) zufallen wie Out of the Slums (Andre Pögel), der es auf vier Volltreffer brachte, dafür aber auch nur neun Versuche benötigte. Einen begeistert aufgenommen Heimsieg landete zum Jahresabschluss Run for the Roses (Hans-Jürgen von Holdt), der sicher wieder gut laufen, aber diesmal kaum erneut als Favorit antreten wird. Nach dem Renntag beginnt eine mehrwöchige Bahrenfelder Winterpause, die kurz vor Frühlingsanfang am Sonntag, 3. März endet.