Neun bunt gemischte Rennen für alle Gewinnklassen, eine V6-Wette mit 5.000 Euro Garantieauszahlung sowie eine Viererwette im 8. Rennen erwarten die Fans. Aber auch diejenigen, die weniger „Rennsport-Hardcore“ als Familienausflügler sind, kommen auf ihre Kosten: Doppelsulkyfahrten, Hüpfburg, Ponyreiten und Kasperltheater sorgen dafür, dass allen Altersgruppen etwas geboten wird.

Lösbare V6

Die wetttechnisch wie gewohnt das zentrale Ereignis der Veranstaltung darstellende V6-Wette mit ihrer Garantie von 5.000 Euro beginnt im 3. Rennen und macht insgesamt den Eindruck, auch mit kleinerem Portemonnaie treffbar zu sein. Wer in diesem Amateurfahren auf „Nummer sicher“ gehen will, wird die frischen Sieger Porto (Hans-Jürgen von Holdt) und Molly Malone (Nick Schwarma) ebenso berücksichtigen wie den Dauerzweiten Lewandowski (Jörg Hafer) und die nicht minder formstarke Don’t forget me (Saskia Krause). Preiswerter kann es im 4. Rennen werden, denn ein Sieger, der dort nicht Errakis (Jörgen Sjunnesson) oder Nashua (Josef Franzl) hieße, käme überraschend, wenngleich Dolce Gabbana (Heiser Christiansen) kürzlich angenehm überrascht hat. Etwas kniffliger sieht es anschließend aus, ein von Sammy (Franz Klein) und April Classic (Hans-Jürgen von Holdt) angeführtes achter-Feld hält bei den Amateuren eventuell auch noch andere Optionen parat.

Amateure im Focus

Auch die zweite Hälfte der V6-Wette wird zunächst von den Hobbyfahrern bestritten, wobei auf dem kurzen Weg von 1.680 Metern einiges für den enorm in Schwung gekommenen Vampire Hunter (Eyk Hilgen) spricht. Die von Milkos (Günther Lühring), Pan Globe Jaycee (Mario Krismann) und Fantomas (Sönke Gedaschko) angeführte Konkurrenz ist allerdings nicht von Pappe. Eine mögliche Überraschung hält das Trabreiten als vorletztes V6-Rennen bereit, denn einen wirklich klaren Favoriten sucht man dort vergebens. Frankel Stream (Ronja Walter) war sechs Tage zuvor in Billund guter Zweiter und könnte den meisten Zuspruch am Toto finden, doch im Zulagenband steht mit El Raul (Sytske de Vries) ein erheblich gewinnreicherer Spezialist in diesem Metier, wozu man auch Ete d’Ourville (Sina Baruffolo) zählen muss. Einige Newcomer mit versierten Reiterinnen warten aber nur darauf, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Deutlich überschaubarer ist die Gruppe der chancenreichen Kandidaten zum V6-Abschluss, wo sehr viel für einen weiteren Treffer von Obango (Josef Franzl) spricht. Die ebenfalls aus zweiter Reihe abgehende gutklassige Lieschen Müller hat das Handicap einer mehrere Wochen langen Pause zu verkraften und Divine Design (Manfred Walter) muss den jüngsten Treffer in höherer Klasse erst einmal bestätigen, so dass der französisch gezogene Gueule de Quick (Jörgen Sjunnesson) als Doppelsieger aus Aalborg und anschließender Dritter aus Charlottenlund die Rolle des Hauptherausforderers einnehmen wird. Damit steht dann auch schon das Gerüst für die Viererwette,

Großverdiener zum Abschluss

Fast 600.000 Euro haben die acht Pferde bislang verdient, die im letzten Rennen unter Bänderstartbedingungen antreten. Mehr als ein Drittel dieser Summe steht auf dem Konto des Franzosen Uranus de Val (Günther Lühring), der mit doppelter Zulage aber kaum zu den Siegkandidaten zählen kann. Anders sieht es beim 20 Meter besser postierten und zuletzt überlegen erfolgreichen Prince of Persia (Michael Larsen) aus, der die ungewohnte Startmethode aber ebenso erst einmal meistern muss wie sein mutmaßlicher Hauptgegner Crown Wood (Jörgen Sjunnesson).

Nur etwas länger als eine Woche dauert es nach dem Oktoberfest-Renntag bis zum absoluten Höhepunkt des Bahrenfelder Rennjahres, wenn das Grand Prix-Meeting am 12. und 13. Oktober im mit 150.000 Euro dotierten Großen Preis von Deutschland für vierjährige Pferde aus allen Ländern gipfelt.