Die Fahrlizenz erwarb er erst 1963, nachdem ein Bandscheibenvorfall eine hoffnungsvolle Karriere als Springreiter beendet hatte. Damals übernahm Hans Meyer den Rennstall seines Großvaters und setzte dessen Traberpassion fort. Sein erster bedeutender Traber war der 1972 von ihm selbst gezogene Gristow mit 27 Siegen und mehr als 80.000 Euro Gewinnsumme, mit dem er sogar für Deutschland am Europachampionat der Fünfjährigen in Aby teilnehmen durfte. Das beste Pferd in den grün-gelben Rennfarben sollte aber in den 1990er-Jahren Game Meadow werden, dem eine großartige Bilanz von 47 Siegen und 72 Platzierungen gelang. Hans Meyer stellte ihn als Deckhengst auf seinem Hof auf und wurde gleich im ersten Jahrgang mit Kay Meadow belohnt, der mit 23 Siegen und 84 Platzierungen kaum weniger erfolgreich agierte. Mit beiden Pferden holte sein Besitzer sich auch den Titel des „Vize“ in der Deutschen Amateurmeisterschaft.

Die Zahlen sagen auch etwas über den Fahrer Hans Meyer aus, der meist vorn dabei und für das wettende Publikum eine zuverlässige Größe war. An weitere Pferde von Hans Meyer wie Barclay, Besenhorster, Kasienda, Nola oder Prinz Olaf erinnern sich nicht nur die älteren Traberfreunde noch oft und gerne. Obwohl bodenständig, interessierte er sich auch für das Renngeschehen im Ausland und fuhr immer wieder mit Freunden zum Prix d’Amerique, was bei einem Geburtsdatum 27. Januar oft genug mit einer zünftigen Feier verbunden werden konnte.

Hans Meyers Sohn Kurt setzte die Familientradition fort und wurde Trabertrainer, dessen Tochter Christina gewann 2016 die „Deutsche Nachwuchsmeisterschaft“ auf der Bahrenfelder Heimatbahn.