Im folgenden Rennprogramm mangelt es nicht an Höhepunkten, von denen finanziell das Finale zum Schwarzer Steward-Rennen (25.000 Euro) sowie die Deutsche Amateurmeisterschaft (Vorläufe, Finals A+B insgesamt 28.000 Euro), deren Endlauf-Teilnehmer erst nach den beiden Vorläufen feststehen werden, herausragen. Das Dreijährigen Kriterium 2024 macht mit zwei 7.000 Euro-Läufen Station, und auch die Wetter kommen voll auf ihre Kosten: Jeweils 10.000 Euro Garantie gibt es in der V7 (4.-10. Rennen) und der Dreierwette im Schwarzer Steward-Rennen (9. Rennen), 4.000 Euro in der Viererwette des 6. Rennens. Das familiär ausgerichtet Angebot drumherum mit Doppelsulky-Fahren, Ponyreiten oder Kasper-Vorstellungen rundet den Tag ab.

Wer folgt Sir Robert?

Das Schwarzer Steward-Rennen 2023 gewann Sir Robert, der diesmal in der Deutschen Amateurmeisterschaft antritt, in bemerkenswerten 1:12,7. Es scheint möglich, dass diese Marke bei optimalen Bedingungen unterboten werden kann, denn die allesamt in 14er-Zeiten gewinnenden Vorlaufsieger Enea Font (Robin Bakker), Intinori (Victor Gentz) und Nightrain Boko (Jaap van Rijn) hatten noch Reserven. Darüber hinaus liefen einige der platzierten Pferde so stark, dass auch sie als mögliche Finalsieger in Betracht kommen, wodurch die fast schon als sensationell zu bezeichnende 10.000 Euro-Garantie in der Dreierwette angesichts der in einem Elferfeld ohnehin hohen Anzahl möglicher Kombinationen zusätzlich attraktiv erscheint.

Wer folgt Tom Karten?

Zwar wurde die Deutsche Amateurmeisterschaft 2023 nicht zu Pfingsten, sonders erst im Oktober entschieden, dessen ungeachtet ist der damalige Titelträger Tom Karten mit seinem Erfolgspferd Perfect Dream erneut dabei und könnte somit sein eigener Nachfolger werden. Das scheint allerdings nicht einfach, denn der Wallach hat im 2. Vorlauf (7. Rennen) die geringste Gewinnsumme, trifft auf starke Gegner wie Sir Robert (Sarah Kube), Othello PS (Caroline Gentz) oder Russel (Leo Hoenig), und alle müssten im Bänderstart-Finale (11. Rennen) 20 Meter Vorgabe leisten. Vielleicht fährt Tom Karten dort aber auch die frische Siegerin Holly Bork, die im 1. Vorlauf (6. Rennen) gute Aussichten besitzt, denn Hauptgegner wie Misty Dragon (Nick Schwarma), Ma Bonheur (Hans-Jürgen von Holdt), Pamela Anderson (Frank Kelm) oder ELUISE (Thomas Maaßen) haben weniger gute Startplätze. Angesichts dieser offenen Konstellation kommt die Viererwette mit einer 4.000 Euro-Garantie gerade richtig.

Wer schnappt 10.000 Euro?

Alle drei genannten Rennen sind Bestandteil der schon mit der vierten Tagesprüfung beginnenden V7-Wette, die traditionell mit 10.000 Euro Garantie versehen ist. Wie immer lautet in Wetterkreisen die Frage, ob es einen „Only Winner“ geben könnte, der die gesamte Summe oder noch mehr allein einstreicht. Die Antwort gibt Radio Eriwan: „Im Prinzip ja…“, denn 65 Starter in den V7-Rennen und kaum allzu deutliche Favoriten machen die Lösung der Aufgabe möglicherweise nicht einfach. Nach dem Auftakt, in dem Debüt-Sieger Ustinov (Josef Franzl) für manche trotz guter Konkurrenz Bank-Qualitäten haben könnte, und einer Prüfung, die trotz ungünstiger Startnummer für Zyclon Diamant (Jan Thijs de Jong) recht passend aussieht, liegt der Schwierigkeitsgrad in den beiden DAM-Vorläufen deutlich höher. V7-5 sieht als Stuten-Qualifier zum Dreijährigen Kriterium 2024 zwar nur sechs Ladys am Ablauf, doch sind hier die in der letztjährigen Breeders Crown auf Platz zwei bis fünf eingekommenen dabei und werden von der frischen Gelsenkirchener Siegerin Sahara Firebird (Michael Nimczyk) und deren „Runner-up“ Okura Greenwood (Jaap van Rijn) gefordert, so dass die richtige Markierung vielleicht sogar in der „alle“-Zeile gesetzt werden muss. Auch das Schwarzer Steward-Finale kann eine hohe Hürde sein, weshalb es für die meisten Wetter passend erscheinen wird, dass die V7-Wette endet, wie sie beginnt: Mit einer Josef Franzl-Bank, die diesmal Toledo heißt, einen großen Ruf genießt und auch beim vierten Start der Karriere ungeschlagen bleiben sollte. Falls das nicht klappt, ist der Only Winner vielleicht nicht weit.

Der nächste Bahrenfelder Renntag ist am Sonntag, 2. Juni, mit Rennbeginn um 13.30 Uhr vorgesehen.