Nach langer Sommerpause meldete sich die Trabrennbahn in Bahrenfeld zurück. An einem Mittwochmorgen standen sechs Rennen bei einem PMU-Meeting auf der Karte. Bei angenehmem spätsommerlichem Wetter erlebte die überschaubar anwesende Zahl von Besuchern vor Ort interessanten Trabrennsport. Der Renntag wurde dominiert vom Trainingsquartier Nimczyk, das allein fünf Sieger stellte. Der einzige, der sich gegen diese Dominanz auflehnen konnte, war Dennis Spangenberg, der mit dem 8:1-Sieger Uluru auch noch für eine respektable Quote in der V6-Wette von 365,7:1 sorgte.
Bot zweimal
Spannend war es gleich zu Beginn, allerdings erst am Schluss, denn eine aus dem Band gestartete Prüfung bot 1.500 Meter keinerlei Abwechslung, ehe Bewegung ins Geschehen kam. Im Speed ging Villeneuf mit Robbin Bot an der stets führenden Intensity vorbei und musste doch noch auf der Hut sein, denn Jaguar V Assum entwickelte noch einiges an Schlussgeschwindigkeit und fing für den Ehrenplatz die Pilotin ab.
Den zweiten Punkt machte Bot dann mit Savonarola. Der Wallach wurde durchgewunken und schwang ab dem zweiten Bogen das Zepter. Nach passender Tempoeinteilung kam er überhaupt nicht in Gefahr und gewann gegen eine nicht ganz sauber trabende Virginia und Lloyd.
Einen dritten Treffer verhinderte dann Dennis Spangenberg, der die Abschlussprüfung mit Uluru für sich entschied und immer ausreichend Reserven freimachte, um den von Robbin Bot gelenkten Gotta be Brillliant abzuwehren. Sky Dance kam nach langer Führung als Dritter in die Wertung.
Der Champion dreimal
Die restlichen Partien sicherte sich dann der Goldhelm. Früh stellte Michael Nimczyk mit Cast Iron die Weichen auf Sieg. Mitte der ersten Überseite übernahm er kampflos das Kommando von Pedro Beuckenswijk und ließ in der Folge keinen Zweifel mehr an seinem Siegeswillen. Pedro hielt Rang zwei vor Esprit Kronos.
Nicht ganz so einfach gestaltete sich dann der zweite Treffer. Signora Veloce legte zwar letztlich die Maidenschaft ab, musste aber im Rennen einige Klippen umschiffen. Andererseits wurde der Stute die Sache erleichtert durch ein Privatduell an der Spitze, der Cinderella Diamant zum Opfer fiel, während der auf die Fahrt drückende Windhuk voll durchzog als Zweiter. Platz drei belegte klar zurück Valeria.
Der Champion machte dann gleich weiter und verbuchte einen weiteren Punkt für die blauen Farben von Karin Walter-Mommert. Mit Paolo di Quattro ging er im zweiten Bogen nach vorn und spulte dann sein Pensum herunter. Independent setzte auf den letzten 700 Metern gut nach, musste auf der Linie den bereits eroberten Ehrenplatz wieder abgeben an den hart innen nachsetzenden Marc Chagall.
cb






